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Gute Gründe
Was ist Ihr guter Grund für Politische Bildung? Schreiben sie uns einen Kommentar oder twittern Sie Ihre Meinung mit dem Hashtag #dbpb2011.
Gerade in einer Zeit, in der wir einerseits fast täglich von gewalttätigen und anderen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus erfahren, der als Ausdruck von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz längst mitten in unserer Gesellschaft angekommen ist und andererseits die Notwendigkeit von gelebter und erfahrener Demokratie gerade bei Jugendlichen immer deutlicher hervortritt, muss die Beschneidung politischer Bildung geradezu als anachronistischer Akt erscheinen. Eine Erziehung und Bildung zur Demokratie im Sinne einer aktiven und partizipatorischen Bürgergesellschaft ist ohne politische Bildung nicht denkbar.
Wer keine politische Bildung besitzt, geht Gefahr der falschen politisch orientierten Seite zuzugehören. Wohin das führen kann, zeigt uns die Geschichte. Wer auf politische Bildung verzichtet, unterstützt das Chaos. Demokratie braucht Bildung, sehr wichtig die politische.
Ines Hepting
Politische Teilhabe geht nicht ohne Verstehen. Politisches Verstehen geht nicht ohne Bildung.
Sebastian Basedow
Der digitale Umbruch bringt Wandel für alle gesellschaftlichen Bereiche mit sich. Wo wenn nicht in der politischen Bildung soll die demokratische Debatte darüber geführt werden, wie dieser Wandel gestaltet werden kann?
Politische Bildung bedeutet Politik im Herzen lernen.
Gerade in einer Zeit, in der der Bürger mehr und mehr eingebunden werden will und ja anscheinend auch eingebunden werden soll, braucht es eher mehr Finanzmittel für die politische Bildung und nicht weniger. Denn nur wer informiert ist, kann auch konstruktiv mitmachen!
Geschichte der Kürzung
Seit 2004 sinkt die Förderung der Träger der politischen Bildung im Titel der Bundeszentrale für politische Bildung(bpb) im Bundeshaushalt. Der Artikel stellt die aktuelle Situation der Förderung dar und ordnet sie in die Entwicklung seit 2004 ein.
Eine ausführliche Zusammenstellung zu diesem Thema enthält:
Faktensammlung zum Stand der Politischen Bildung in Deutschland, Ondrej Kalina, Berlin, 22. Juli 2010, Hrsg.: Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., ISBN 978–3-941904–54-5.
Politische Bildung in Deutschland ist stark fraktioniert, mehrere Stränge verlaufen parallel, ohne dass es eine institutionalisierte Kommunikation unter ihnen gibt. Neben der staatlichen, schulischen Politische Bildung gibt es die außerschulische Jugend– und Erwachsenenbildung der freien Träger. Komplettiert wird das Bild durch die Angebote der Universitäten. Jeder Bereich hat seine Berechtigung und sein unterschiedliches Betätigungsfeld; aber jeder Bereich agiert auch in einer intensiven Wechselwirkung zu den anderen Feldern.
Aufruf an den Deutschen Bundestag: Für Politische Bildung
Der Vorstand des Bundesausschusses Politische Bildung (bap) und die Träger und Einrichtungen der Politischen Bildung und Politische Bildnerinnen und Bildner wenden sich mit folgender Erklärung an die Mitglieder des Deutschen Bundestags und der Bundesregierung, um sie zu einem Kurswechsel in der Förderung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zu veranlassen:
Demokratie braucht Politische Bildung (weiterlesen …)
bap gegen Kürzungen
Der am 8. Juli vom Kabinett beschlossene Bundeshaushalt 2011 und die damit verbundene mittelfristige Finanzplanung sehen substantielle Kürzungen bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) vor. Von den derzeit 38 Mio. Euro sollen im Jahr 2011 1,55 Mio., in den Folgejahren bis zu 4,8 Mio. gekürzt werden. Diese Kürzungsbeträge erhöhen sich jeweils noch um die globale Minderausgabe von derzeit 560 000 Euro. Da die bpb auch für die Trägerförderung der freien Träger politischer Bildung zuständig ist, sind in der Folge auch für deren Seminare substantielle Einschnitte in der Förderung zu erwarten.