Eine Werkstatt ganz ohne Schrauben und Nägel – das ist die Politikwerkstatt der Volkshochschule Selm. Hier soll ohne Werkzeug etwas geschaffen und vor allem repariert werden: und zwar nichts Geringeres als die kommunale Politik der Stadt. Die ersten Erfolge wurden mit der Nominierung für den Preis Politische Bildung 2011 belohnt.
Eine anerkannte Form der Bürgerbeteiligung hat sich im nordrhein-westfälischen Selm etabliert – die Initiative „VHS-Politikwerkstatt“ geht mit engagierten Bürgern wichtige lokalpolitische Themen an. Ziel ist es, sich unabhängig einzumischen und dem Rat der Stadt Impulse für künftige Entscheidungen zu geben.
Im Fokus standen zunächst die kommunale Haushaltslage und damit die Verschuldung der Stadt Selm. Um Diskussionen anzuregen, besuchten die Teilnehmer Schulen und richteten ein Bürgerbeteiligungsforum ein. So konnten sich alle Interessierten mit der Bedeutung der Schulden für die Stadt auseinandersetzen. Schließlich wurde eine Petition zu dieser Thematik verfasst und an den Petitionsausschuss des Landtages Nordrhein-Westfalen übergeben.
Ein zweites wichtiges Thema sind die abnehmenden Schülerzahlen und die damit einhergehende Problematik der verschiedenen Schulformen. Zu jedem Themenschwerpunkt wird die Öffentlichkeit eingeladen, die Werkstatt mit zu gestalten. Ein fester Kern von Engagierten und ein ehrenamtlicher Dozent bilden die Basis der Initiative. Die hat sich inzwischen als wichtiges Instrument zur Einbeziehung der öffentlichen Meinung erwiesen.
Die Finanzierung erfolgt über die Volkshochschule Selm.
Mehr Infos unter www.politikwerkstatt-selm.de