Demokratie braucht politische Bildung!

bap - Bundesausschuss Politische Bildung

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Demokratie braucht politische Bildung

bap-Kampagne - Bundesausschuss Politische Bildung gegen geplante Kürzung der Mittel für die Bundeszentrale für politische Bildung(bpb)

Schwarze Wolken ziehen für die politische Bildung auf. Die Bundesregierung plant in den nächsten Jahren erhebliche Einschnitte in den Haushalt der Bundeszentrale für politische Bildung. Das hat große Auswirkungen auf die Förderung vieler Träger politische Bildung, die auch Mitglied im bap sind.

Der Vorstand des bap hat deshalb beschlossen, im Interesse dieser Träger und im Interesse der bundesweit agierenden politischen Bildung eine Kampagne ins Leben zu rufen mit dem Titel: Demokratie braucht politische Bildung, um diese Kürzungen abzuwenden.

Politische Bildung in der Demokratie ist nach Ansicht des bap eine Daueraufgabe von Gesellschaft und Staat. Informationen über gesellschafltiche Entwicklungen, Reflexionen über Grundsatzenscheidungen und dahinterliegende Werte sowie die Motivierung zum Engagement in und für Gesellschaft und Staat müssen immer wieder (neu) geleistet werden. Politische Bildung, die diesem Anliegen dient, ist nicht nur in staatlicher Verantwortung zu leisten, sondern gemäß der pluralen und föderalen Verfassung der Gesellschaft durch freie Träger, die zur Wahrnehmung dieser Aufgabe auch Unterstützung druch den Staat brauchen. Politische Bildung ist eine Investition in die Zukunft und ein wirksamer Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Diese Website informiert über den aktuellen Stand der Kürzungspläne, die Aktivitäten der Träger zur Änderung dieser Situation und dokumentiert die Reaktion aus Gesellschaft und Politik. Sie soll auch ein Ort des Diskurses über Bedarf und Prioritäten werden.

 

Lothar Harles

Vorsitzender bap

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. Juli 2010 um 18:58 Uhr
 

bap gegen Kürzungen

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POLITISCHE BILDUNG FREIER TRÄGER: VERABSCHIEDET SICH DER BUND AUS DER FÖRDERUNG?
Bundeshaushalt 2011
Der am 8. Juli vom Kabinett beschlossene Bundeshaushalt 2011 und die damit verbundene mittelfristige Finanzplanung sehen substantielle Kürzungen bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) vor. Von den derzeit 38 Mio. Euro sollen im Jahr 2011 1,55 Mio., in den Folgejahren bis zu 4,8 Mio. gekürzt werden. Diese Kürzungsbeträge erhöhen sich jeweils noch um die globale Minderausgabe von derzeit 560 000 Euro. Da die bpb auch für die Trägerförderung der freien Träger politischer Bildung zuständig ist, sind in der Folge auch für deren Seminare substantielle Einschnitte in der Förderung zu erwarten.
Der bap-Vorsitzende Lothar Harles kritisierte währen der bpb Fachtagung „Gesellschaftlicher Zusammenhalt im Fokus von Politik und politischer Bildung“ am 6. Juli diese Absichten bereits vorab. Er hielte es für fatal, wenn sich der Staat auf diese Weise Schritt für Schritt aus seiner Verantwortung stehlen würde, im Zusammenspiel mit den freien Trägern die Demokratie immer wieder zu anzuregen und zu stärken. Er kündigte eine politische Initiative an, um gemeinsam mit dem für die Verabschiedung des Haushalts zuständigen Bundestagsabgeordneten diese Fehlentscheidung rückgängig zu machen.
Inzwischen liegen weitere Stellungnahmen aus dem politischen Raum und von Seiten der Träger vor. So fragt sich die SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der bpb Daniela Kolbe, „welchem Begriff von Bildung die Bundesregierung anhängt, wenn sie ausgerechnet die Förderung des Bewusstseins für Demokratie und politische Partizipation von ihrer Finanzierungszusage ausnimmt“ und fordert die Rücknahme der Kürzung.
Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten(AdB), befürchtet, dass viele Einrichtungen den Kahlschlag bei der Förderung ihrer Aktivitäten nicht überleben werden und ihr Vorsitzender Peter Ogrzall warnt vor den absehbaren Folgen: „ohne politische Bildung gibt es keine funktionierende Demokratie!“
Der bap wird über die weiteren Entwicklungen auf seiner Website berichten.


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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. Juli 2010 um 13:32 Uhr
 

Politischen Bildungsträgern droht der Kahlschlag

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Wie ein Vertreter des von dem für die Bundeszentrale für politische Bildung zuständigen Bundesinnenministeriums am 7. Juli 2010 in Berlin ankündigte, plant die Bundesregierung massive Kürzungen im Bereich der politischen Bildung. Der Etat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) soll in 2011 bereits um 1,5 Mio Euro reduziert werden, nach den Plänen der Regierung sind es aber schon 2012 über 5 Mio. Euro und in den beiden Folgejahren jeweils noch einmal je 4,8 Mio Euro, die gestrichen werden sollen.

 

Betroffen von diesen enormen Kürzungen ist nicht nur die Bundeszentrale für politische Bildung selbst, sondern sind auch bundesweit zahlreiche Träger und Einrichtungen politischer Bildung wie Jugendbildungsstätten, Bildungswerke, Heimvolkshochschulen und Internationale Begegnungsstätten. Diese erhalten über die bpb Fördermittel für ihre wichtige Arbeit; dafür standen bisher jährlich rund 6,8 Mio Euro zur Verfügung. Die vorgesehenen Kürzungen im Haushalt der bpb sollen zur Hälfte auf die Fördermittel für die Träger entfallen. Es ist zu befürchten, dass viele Einrichtungen diesen Kahlschlag bei der Förderung ihrer Aktivitäten nicht überleben werden.

 

Der Vorsitzende des Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten, Peter Ogrzall, warnt vor den absehbaren Folgen: „In dem geplanten Ausmaß zu kürzen, ist fahrlässig und widerspricht den Aussagen der Regierung, die Bildung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Ohne politische Bildung gibt es keine funktionierende Demokratie! Politische Bildung vermittelt Wissen, befähigt zum eigenen Urteil und ermutigt und qualifiziert für gesellschaftliches und politisches Engagement.“

 

Quelle: Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten(AdB)


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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. Juli 2010 um 11:39 Uhr
 

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